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News vom LTV Bad Dürkheim
Dem Leichtathletik- und Turnverein in DÜW

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spike  Deutsche Mehrkampfmeisterschaften mit tollen LTV-Resultaten  spike

Berlin, 18./19. September: Mit einem überraschendem Vizetitel im Schleuderballwurf und Platz drei im Fünfkampf  durch Leonie Naubereit und weiteren starken Resultaten kehrten die LTV-Leichtathleten von den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften des Turnerbundes aus Berlin in die Kurstadt zurück.

Starke Einzelresultate - Leonie Naubereit Deutsche Vizemeisterin

Standen nach den Qualifikationsleistungen die Heilmannbrüder in der Männerklasse und die Seniorinnen Wulfert und König-Werner im Blickpunkt, schob sich mit Leonie Naubereit die jüngste LTV-Starterin in den Fokus. Am ersten Wettkampftag im Stadion Lichterfelde zeigte die Friedelsheimerin im Schleuderballwurf der Schülerinnen B eine famose Steigerung und erkämpfte sich die Deutsche Vizemeisterschaft. Umso bemerkenswerter, als dass sie nur durch eine nachträgliche Absenkung der Qualifikationsnorm mit ihren bei den Landesmeisterschaften erzielten 25,50 Metern an den Start gehen durfte. Gleich im ersten Durchgang schleuderte Naubereit das Gerät auf die neue Bestleistung von 30,33 Meter und lag damit auf Rang drei. Mit einer weiteren Steigerung auf 34,02 Meter im dritten Durchgang sicherte sie sich dann sogar die Silbermedaille. Schwester Alina schleuderte das ein Kilogramm schwere Gerät ebenfalls so weit wie nie zuvor – im sechsten und letzten Versuch wurden 37,35 Meter vermessen – Platz sechs bei den Schülerinnen A. Im gleichen Wettbewerb kam Rabea Klink mit 34,43 Meter auf Rang neun und Nina Zwirtz mit 29,29 Meter auf den 15. Platz. Mit Rudi Schmunk konnte sich ein weiterer LTV-Athlet für den Einzelwettbewerb mit dem Schleuderball qualifizieren. Bei ungünstigen Windverhältnissen blieb er mit 48,22 Metern knapp unter seiner Vorleistung und belegte Rang 14 der männlichen Jugend B. Nur knapp qualifizieren konnten sich Thomas Kolleth und Mike Wolf für das Steinstoßen der gleichen Altersklasse. Kolleth steigerte sich mit dem 10-Kilogramm-Gerät auf 6,95 Meter und belegte Rang 12, Wolf wuchtete den Stein auf 7,89 Meter und somit fast einen Meter weiter als bislang – Rang neun.

Leonie Naubereit auch im Mehrkampf Top

Unangenehm kühle Temperaturen und böiger Wind beeinträchtige auch die Fünfkämpfe in dem Trainingsstadion der Leichtathletik-WM 2009. Nichts desto trotz zeigten die Dürkheimer etliche tolle Leistungen zum Saisonende. So kam Leonie – beflügelt vom Vortagserfolg – mit 10,85 Sekunden im Sprint bis auf wenige Hundertstel Sekunden an ihren Hausrekord heran, ebenso Celine Reichert mit 10,79 Sekunden in der gleichen Altersklasse. Gleiches gilt für die 4,65 Meter im Weitsprung nach einem übergetretenen ersten Versuch - 4,46 Meter für Celine bedeuteten gar neue Bestleistung. Während Celine in den ungeliebten Wurfdisziplinen Boden auf die Spitzengruppe verlor und mit 41,16 Punkten in der Endabrechnung Platz 19 belegte, sammelte Leonie mit 33,99 Meter im Schleuderballwurf und Bestleistung von 9,37 Meter im Kugelstoßen weiter wertvolle Punkte für die Mehrkampfwertung. Auch im abschließenden Lauf über 1000 Meter stand nach 3:57,5 Minuten eine Bestleistung fest, in der Addition bedeuteten die 47,64 Zähler eine Steigerung um über vier Punkte und den tollen dritten Platz.

Bei den A-Schülerinnen strebten gleich drei LTV-Athletinnen nach Bestleistungen, was der am Ende bestplatzierten Rabea Klink mit einer der schnellsten Sprintzeiten von 13,61 Sekunden eindrucksvoll gelang. Auch 4,64 Meter im Weitsprung bedeuteten neue Bestmarke – noch weiter kam Nina Zwirtz mit einem Satz auf 4,84 Meter, die bereits im Sprint nahe an ihren Hausrekord heran gelaufen war. Nach zwei ungültigen Versuchen im Kugelstoß blieb Nina dann jedoch mit 8,74 Meter rund 1,5 Meter unter ihren Möglichkeiten und verlor wichtige Punkte auf dem Weg zu einer Top-10-Platzierung. Noch schlimmer kam es für die 15-jährige dann allerdings im folgenden Schleuderballwurf - drei ungültige Versuche und somit das Aus in der Mehrkampfwertung. Während Rabea als schwächere Werferin erwartungsgemäß Boden verlor, trumpfte Alina Naubereit mit Bestleistungen von 9,72 Meter mit der Kugel und 38,23 Meter im Schleuderballwurf auf. "Damit wäre ich gestern Vierte geworden" spielte sie leicht sarkastisch auf die Leistungsdichte im Einzelwettbewerb an. Nach den 1000 Metern stand für Rabea Rang 16 und fü Alina der 18. Platz fest - für vordere Platzierungen fehlte trotz einiger Top-Leistungen die Ausgeglichenheit in allen Disziplinen.

Perfekte Mehrkämpfe durch Marcel und Tobias

Für eine weitere positive Überraschung sorgte bei den Schülern B Marcel Werner, der mit fünf Bestleistungen einen perfekten Mehrkampf ablieferte und unter 27 Startern mit dem fünften Platz belohnt wurde. Mit 10,05 Sekunden über 75 Meter und 4,97 Meter im Weitsprung zeigte der Wachenheimer mit die besten Leistungen aller Starter und auch mit 34,60 Meter im Schleuderballwurf konnte er Tuchfühlung zur Spitze halten. Lediglich das trotz Bestleistung schwächere Resultat mit der Kugel (8,72 Meter) und die 3:32 Minuten im 1000-Meter-Lauf verhinderten eine noch bessere Platzierung. Eine Altersklasse darüber waren wie im weiblichem Bereich gleich drei LTV’ler vertreten die allesamt zum ersten Mal bei einer größeren Meisterschaft am Start waren. Mit 47,60 Punkten und Rang 10 ging die interne Wertung an Bastian Baumgärtner, der mit 12,15 Sekunden die drittschnellste Zeit des Feldes über 100 Meter auf die blaue Bahn zauberte und sich um über vier Zehntel Sekunden steigerte. Dank gezieltem Training mit dem Schleuderball stand auch hier eine Steigerung um über 15 Meter auf 36,21 Meter zu Buche, im Weitsprung und über 1000 Meter blieb Baumgärtner nur knapp unter seinen Hausrekorden. Lediglich im Kugelstoßen blieb er über einen Meter unter seinen Möglichkeiten nachdem ein Versuch wegen angeblich falscher Technik vom Kampfgericht ungültig gegeben wurde. Mit einem Punkt weniger reihte sich direkt dahinter Tobias Magin ein, der wie Werner in allen Disziplinen neue Bestleistungen aufstellte. Den größten Fortschritt zeigte er im Kugelstoßen, wo sich der 15-Jährige auf 9,71 Meter steigerte. Der famose Start-Ziel-Sieg im Lauf wurde nicht nur mit den meisten Mehrkampfpunkten belohnt, Magin blieb mit 2:59,6 Minuten auch erstmals unter der schon oft angegriffenen drei-Minuten-Marke. Als dritter im Bunde kam der erst 14-jährige Andreas Kolleth auf Rang 21 – der Gönnheimer überzeugte trotz leichter Verletzungsprobleme vor allem mit 9,89 Meter im Kugelstoßen und 39,78 Meter mit dem Schleuderball.

Platz vier für Stefan Heilmann

Bei der B-Jugend lieferte Rudi Schmunk einen ausgeglichen starken Wettkampf ab. 11,97 Sekunden im Sprint, 5,57 Meter im Weitsprung, 10,83 Meter mit der Kugel, starke 49,68 Meter im Schleuderballwurf und Bestzeit im 1000-Meter-Lauf (2:57,4 Minuten) bedeuteten in der Addition ebenfalls Bestleistung und Rang acht. Einen Platz weiter nach vorne ging es für Christian Heilmann im Männerwettbewerb mit ebenfalls ausgeglichen guten Resultaten. Lag Bruder Stefan nach dem Sprint mit 11,86 zu 11,77 Sekunden erwartungsgemäß zurück, überraschte er mit Hausrekord von 6,19 Meter im Weitsprung und konnte angesichts wochenlanger Adduktorenprobleme und stark reduziertem Training nur verwundert feststellen: „Keine Ahnung wo diese Weite herkam“. Christian kam auf gute 5,92 Meter und zeigte auch mit 9,71 Meter mit der schweren Männerkugel und 45,32 Meter im Schleuderballwurf sowie 6:35,7 Minuten über 2000 Meter Leistungen im Bereich der persönlichen Bestmarken. Stefan blieb im Kugelstoßen mit 10,64 Meter etwas unter seinen Möglichkeiten, beförderte den 1,5 Kilogramm schweren Schleuderball dann aber auf starke 51,14 Meter und komplettierte den Fünfkampf mit 6,35,8 Minuten über die fünf Stadionrunden. Mit 55,72 Punkten belegte er nur 0,2 Zähler hinter dem Bronzerang den vierten Platz.

Keinen guten Tag erwischte dagegen Astrid Wulfert, die lediglich mit 28,10 Metern im Wurf und 3:50,2 Minuten über 1000 Meter zufrieden sein konnte und am Ende einen Punkt hinter Andrea König-Werner Rang sechs belegte. Die Wachenheimerin überzeugte mit starken 4,64 Meter im Weitsprung und 8,56 Meter im Kugelstoßen sowie im Schleuderballwurf mit 31,70 Meter.

von: U. Fehr    Datum: 21.9.2010    Kategorie: Sport     ID: 486