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News vom LTV Bad Dürkheim
Dem Leichtathletik- und Turnverein in DÜW

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spike  Zwei neue Zehkämferinnen  spike

Herzogenaurach 28./29. September: Parallel zu den in Doha stattfindenden Leichtathletik-WM wurde in Herzogenaurach (Franken) der 21. Jedermann/-frau Zehnkampf ausgetragen. Als Saisonabschluss der WJU18-Staffelmannscahft war geplant das Ruby Koch, Leonie Mayer, Marie Kurzidem und Maren Franken gemeinsam mit Trainer Christian Heilmann diesen Zehnkampf absolvieren. Leider  gingen am Samstag nur Ruby, Maren und Christian an den Start, da  Leonie nach dem Sturz vor einer Woche noch nicht wieder fit war und Marie zum Familienurlaub “musste“.

Da die Frauen normalerweise nur einen Siebenkampf absolvieren war das Wettkampfprogramm in vielen Teilen völlig unbekannt für die Ruby und Maren. Maren hatte immerhin zwei Siebenkämpfe vorzuweisen und wusste so ungefähr was auf sie zukam. Für Ruby eine komplett neue Erfahrung.
Leider war der Auftakt - die 100 Meter - durch einen nicht kommunizierten Riegenwechsel durch das Orgateam sehr holprig. Nur zwanzig Minuten blieben den Sprinterinnen sich aufzuwärmen. Das Minimalprogramm und drei missglückte Starts (Die Munition des Startrevolvers wollte nicht knallen) sorgten mit 13,48 Sekunden und 13,87 Sekunden für einen mittelmäßigen Auftakt. Böiger Wind beim Weitsprung sorgte für schwere Bedingungen bei denen Maren gleich zu Beginn 5 Meter sprang. Auch der Kugelstoß klappte bei beiden Damen nicht so wie erhofft und so war die Stimmung auch beim Hochsprung etwas gedrückt. Doch nach dem Hochsprung sollte es mit den Leistungen und auch der Stimmung nach oben gehen. Unklar wie 400 Meter eigentlich gelaufen werden sollen machten sich beiden Dürkheimerinnen viele Gedanken über die Abschlussdisziplin des Tages. Irgendwann ging es dann auch los und beide konnten von der Mehrkampferfahrung ihres Trainers profitieren und  kamen nach einem gut eingeteilten Rennen fast zeitgleich in 68,01 Sekunden ins Ziel. Nur eine der elf Damen in der Jedermannriege war mit 67,89 Sekunden etwas schneller. Überraschend lag Maren damit auf dem achten Rang, die beste Frau des Wettbewerbs (Männer und Frauen werden in der Jedermann Riege Zusammen gewertet, haben dieselbe Punktewertung nur ihr eigenes Wurfgewicht). Ruby "übernachtete" auf Rang 16.

19_09_28_JMZ_Weit

Den ersten Tag bestritt auch Christian in der Profriege (normaler Zehnkampf ohne Erleichterung)  Nach einem guten Auftakt im Sprint 12,56 Sekunden und Weitsprung, bei dem er mit 4,96 knapp an der Weite von Maren scheiterte. Blieb Christian im Kugelstoß deutlich unter seinen Erwartungen. Beim Einspringen im  Hochsprung zog er sich eine Verletzung im rechten Fuß zu, trotzdem beendete er den Hochsprung zufriedenstellend, da er im Sommer den Sprungfuß gewechselt hatte. Auch die 400m lief Christian  noch weitestgehend schmerzfrei. Am nächsten Morgen musste der 31 Jährige dann aber schweren Herzens aufgeben, da auftreten kaum möglich war. Umso mehr konnte er sich dann um die Wettkampfbetreuung von Ruby und Maren kümmern, die 110 Meter Hürden laufen mussten und dort mit einem  völlig unbekannten (niemals trainierten) Hürdenabstand konfrontiert wurden. Da beide eine Woche zuvor noch die 100 Meter für die Pfalz Teammeisterschaften gelaufen sind verzichtete Trainer Christian im Vorfeld ganz bewusst den Männerabstand irgendwie zu trainieren, "da dies überhaupt kein Sinn hätte". Maren  kämpfte sich im Vierer-Rhythmus durch die – glücklicherweise – 78 cm niedrigen Hürden (Die einzige Erleichterung die den Jedermännern zugestanden wurde). Ungewohnt war der Rhythmus, bei dem Maren sogar einmal einen Dreier schaffte. In 19,19 Sekunden war sie damit zweitbeste Frau und konnte die Position der besten Frau noch aufrecht halten. Ruby absolvierte die zehn Hürden im Fünfer Rhythmus.

19_09_28_JMZ_Stab

Aus Zeitgründen ging es direkt mit dem Stabhochsprung weiter (nicht wie normal mit Diskus) bei dem beide mit 1,20 Meter begonnen und dann nach vielen guten Sprüngen die zwei Meter meisterten. Neuer Vereinsrekord in der WJU18 den zuerst Ruby und dann auch Maren sprang! Maren übersprang dann auch noch die 2,10 und scheiterte erst an der 2,30. Gut Gelaunt ging es in den Diskusring. Leider war nach drei Ungültigen diese gute Laune und auch die Motivation von Maren weg! Maren profitierte auch hier wieder von der Mehrkampferfahrung ihres Trainer, der die richtigen Worte fand um sie zu trösten. Sie machte letztendlich weiter - eine respektable Entscheidung -  und trat gemeinsam mit Ruby beim Speerwurf an. Bei dem sich Ruby vor allem über 16,59 Meter freute, eine gute Leistung für eine Sprinterin.  Die größte Sorge hatten die Beiden jedoch vor den 1500 Metern, eine scheinbar endlose Distanz gegen unbekannte Gegnerinnen.  Alle verbleibenden 20 Jedermänner gingen gemeinsam ins Rennen. Es bildeten sich direkt zwei Grüppchen eine Männergruppe und eine Damengruppe, bei denen Maren und Ruby recht schnell die Führung übernahmen. Ruby überholte nach 700 Metern dann Maren, welche von da an einfach hinter ihrer Teamkameradin herlief.  Den Schlusssprint entschied Ruby für sich und konnte mit 6:28,18 erfolgreich ihren ersten Zehnkampf beenden. Eine Sekunden hinterher kam auch Maren ins Ziel.

19_09_28_JMZ_Diskus


Glücklich und überrascht über ihre gute 1500 Meter Leistung blickten beide gute gelaunt und stolz auf das Wochenende zurück und möchten bei der ein oder andere exotische Disziplin gerne nochmal ihr Können unter Beweis stellen. In der Gesamtwertung wurde Maren 9. und Ruby  19. Eine Altersklassenwertung gab es nicht. Maren war zweitbeste Frau!

19_09_28_JMZ_Team

 

von: C. Heilmann    Datum: 30.9.2019    Kategorie: Sport     ID: 1354